Unsere Ziele
Die „Finntrachinger“ stehen für eine gemeinsame Politik über die Ortsteilgrenzen hinweg.
Unsere Ziele – und was wir erreicht haben
Wir „Finntrachinger“ stehen für eine gemeinsame Politik über die Ortsteilgrenzen hinweg. Für die künftige Kommunalpolitik stellen wir folgende Werte und Ziele in den Mittelpunkt und zeigen auf, was wir in der laufenden Legislaturperiode angeregt und erreicht haben:
Transparenz & Nachvollziehbarkeit
Die Finntrachinger sind unabhängig, offen und dem Wohl der gesamten Gemeinde verpflichtet. Eine für alle Bürger transparente und nachvollziehbare Gemeindepolitik ist uns wichtig. Auf Initiative der Finntrachinger wurden die Niederschriften der Gemeinderatssitzungen etwas ausführlicher gestaltet – und im Internet öffentlich zugänglich gemacht. Auch die Aufwandsentschädigung für den ehrenamtlich tätigen Bürgermeister darf auf unseren Antrag hin öffentlich genannt werden.
Wir haben einen Blog eingerichtet, auf dem jede Bürgerin/jeder Bürger Texte über Gemeinderatssitzungen einstellen kann. Unser Blog verzeichnet hohe Zugriffsraten. Alle Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde sind weiterhin aufgerufen, dort zu berichten und zu diskutieren.
Zudem wünschen wir uns, dass sich Bürgerinnen und Bürger aktiv mit ihrer Ortskenntnis, ihrem Gespür für eine lebenswerte Heimat und ihrem Fachwissen einbringen und mit Vorschlägen auf uns zukommen. Beispiel: 2021 haben wir im Gemeinderat einen Vortrag von Matthias Francke zur Straßenbeleuchtung umsetzen können.
Bauen & Wohnen, Bewahrung des Ortsbildes
Finning ist eine der schönsten Gemeinden im Landkreis – und das soll so bleiben. Aber ausgerechnet im Dorfkern sehen wir zunehmenden Leerstand und Sanierungsbedarf. Ortsbildprägende Häuser und Höfe stehen leer und drohen zu verfallen. Statt hier Renovierungen und bestandsgetreue Umbauten vorzunehmen, stehen häufig Neubauten im Vordergrund. Wir setzen uns für einen Richtungswechsel ein: Erst den Bestand beleben, dann über Neubauten mit energie- und platzsparenden Konzepten nachdenken – damit Finning eine ländliche oberbayerische Gemeinde bleibt. Dazu haben wir uns mit anderen Gemeinderäten konsequent für eine Sanierungssatzung eingesetzt, die nach langen Sitzungen und Diskussionen im Gemeinderat eine Mehrheit gefunden hat. Bürgerinnen und Bürger im Sanierungsgebiet können – bei Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen – von Förderungen und steuerlichen Vorteilen profitieren.
Zudem ist uns bezahlbarer Wohnraum wichtig, wir begrüßen daher Initiativen für kleine und bezahlbare Wohnungen.
Gemeindefinanzen Transparenz beim Thema Finanzen ist uns sehr wichtig. Dazu gehören für uns auch: klare Prioritäten, nachvollziehbare Investitionen und ein regelmäßiger Finanzüberblick für Bürgerinnen und Bürger. Der Haushaltsplan und die Gemeindefinanzen sollen allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stehen, auch auf der Website der Gemeinde. Im Tagesgeschäft wollen wir die Spielräume des Gemeindehaushalts im Sinne der Gemeinde nutzen.
Gewerbe & Handel: zukunftsfähig und wohnortnah gestalten
Zur Erinnerung: Die Finntrachinger sind entstanden, weil die damalige Planung einer Netto-Filiale im Gewerbegebiet aus unserer Sicht unseren Dorfladen Edeka Keicher mit dem neu geschaffenem Lotto-Café verdrängt und den innerörtlichen Verkehr massiv erhöht hätte. Wir, eine Gruppe von Finninger Bürgerinnen und Bürger, haben uns mit Überzeugungskraft dagegenstellt, um den Dorfladen zu retten und wir haben mit unseren Argumenten punkten können. Das in diesem Zusammenhang erfolgte Ratsbegehren ging 70:30 in unserem Sinne aus. Wir setzen uns in Zukunft weiter dafür ein, die innerörtliche Nahversorgung aufrechtzuerhalten. Leerstände im Gewerbegebiet sollen wieder belebt werden, mit Unternehmen, die langfristig Arbeitsplätze schaffen und zur Gewerbesteuerbasis der Gemeinde beitragen.
Umweltschutz & Naturverbundenheit
Unsere Gemeinde ist umgeben von einer außergewöhnlich vielfältigen Kulturlandschaft. Gemeinsam wollen wir Schönheit und Schätze unserer Umwelt auch für kommende Generationen bewahren und auf wertvolle Lebensräume schützend aufmerksam machen. Außerdem wollen wir Flächen im Sinne eines natürlichen Netzwerks naturnah gestalten und einen weitsichtigen Umgang mit Ressourcen wie Boden, Wasser und Artenvielfalt fördern. Die Herausforderungen für eine lebenswerte Zukunft können wir gemeinsam vor Ort und dorfübergreifend mit bürgerschaftlichem Engagement bewältigen.
- Zu Beginn der Legislaturperiode haben wir beantragt, dass die Ausgleichsflächen der Gemeinde nachgehalten werden und ein Ökokonto eingerichtet wird. Dem sind sowohl unser Gemeinderat als auch die Gemeinderäte der Nachbargemeinden Eresing und Windach gefolgt. Die VG Windach hat einen Landschaftsplaner engagiert, der die Ausgleichsflächen und das Ökokonto auf dem neuesten Stand hält.
- Unserem Antrag auf wärmere, insekten- und umweltfreundliche 3000-Kelvin-Straßenbeleuchtung ist der Gemeinderat gefolgt. Zwar macht mehr und helleres Licht an bestimmten Punkten Sinn und gibt Sicherheit (Kreuzungen, öffentliche Wege, Banken). Aber generell ist eine dezentere Beleuchtung nicht nur für die Tierwelt besser, sondern auch für Menschen gesünder. Mehr Indformationen: https://www.profil.at/wissenschaft/lichtverschmutzung-nacht-beleuchtung-7984382
- Einige von uns sind im Arbeitskreis Dorfökologie aktiv, der sich in Absprache und in Kooperation mit der Gemeinde (1. Bürgermeister und Bauhof) um einige gemeindliche Flächen kümmert.
Weiteres Beispiel: In Zusammenarbeit mit dem Obst- und Gartenbauverein und den Anwohnerinnen und Anwohnern des Baugebiets Buchenweg/Ahornweg hat der AK Dorfökologie im November 2025 dort fünf Bäume für die Gemeinde gepflanzt.
Energie
Wir haben eine Klausurtagung mit dem Titel „Einstieg in die kommunale Energieplanung in Finning“ für den gesamten Gemeinderat im Kloster Thierhaupten angeregt und dann auch organisiert. Die Tagung hat am 4./5. November 2022 stattgefunden; es wurden alle Möglichkeiten der gemeindlichen Energieversorgung angesprochen und diskutiert. In der Folge haben wir eine intensive Prüfung der Tiefengeothermie als Energiequelle organisiert, dazu zwölf Nachbargemeinden an den Tisch geholt mit dem Ziel, eine fundierte Beurteilungsgrundlage zu schaffen. Ergebnis: Tiefengeothermie ist für unsere ländlich geprägte Region (anders als in Ballungsgebieten) wirtschaftlich nicht tragfähig. Willkommener Nebeneffekt war, dass die Gemeinde im Zusammenspiel mit dem Klimabeauftragten der Gemeinde Windach die gesetzlich vorgeschriebene kommunale Wärmeplanung bereits 2025 weitgehend über Fördermittel finanzieren konnte.
Für die Zukunft plädieren wir für Photovoltaik auf gemeindlichen Dächern, umweltfreundliche Antriebe bei Fahrzeugneuanschaffungen der Gemeinde und die Schaffung von Wärme- und Stromspeichermöglichkeiten – dort, wo es sinnvoll ist, auch mit Bürgerbeteiligung.
Verkehr & Mobilität
Die Finntrachinger haben sich als einzige Fraktion aktiv um eine Verbesserung der Busverbindungen gekümmert. Damit stehen konkrete Wünsche von Finning bei der Erstellung der nächsten Nahverkehrsplans auf der Liste beim Landratsamt.
Wir wollen neue Angebote zur Verkehrsvermeidung prüfen. Schön wäre eine landkreisweite Vernetzung, u. a. durch eine Mobilitäts-App, evtl. Carsharing (im Verbund mit Initiativen in Nachbargemeinden). Wir setzen uns ein für den Ausbau des ÖPNV und die Verbesserung des Radwegenetzes.
Kultur & Dorfleben
Wir sind eine Gemeinde mit einem vielfältigen kulturellen Leben und zahlreichen Vereinen, die sehr wichtige Arbeit für das Dorf leisten. Die Finntrachinger setzen sich für ein aktives kulturelles Dorfleben ein und wollen auch im Gemeinderat die Initiativen und Anliegen unserer Vereine unterstützen.
Soziales Miteinander: Beziehungen stärken, gemeinsam wachsen
Das Miteinander von Alt und Jung, Menschen jeglicher Herkunft und Religion, mit und ohne Beeinträchtigungen, ist uns ein großes Anliegen. Begegnungsräume für alle Generationen und hohe Lebensqualität in jeder Altersstufe sind uns ebenso wichtig wie eine höhere Wertschätzung der im sozialen Bereich Tätigen und ehrenamtlich Aktiven. Alle Bürgerinnen und Bürger sollen ihr Wissen, ihre Fähigkeiten und ihre Erfahrungen im Gemeindeleben einbringen können. In diesem Sinne unterstützen wir Nachbarschaftsinitiativen zur Quartierspflege und zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts.
Wir möchten alle Altersgruppen, insbesondere auch Jugendliche, stärker einbeziehen – zum Beispiel durch Ideen wie ein Bürgerbudget, das im Gemeinderat am 2.12.2025 keine Mehrheit gefunden hat. Wir bleiben an dem Thema dran und wollen praktikable Wege finden, wie Beteiligung in Finning konkret funktionieren kann. Auch eine Mitgliedschaft in der LAG Ammersee halten wir für eine Chance; die Mitgliedschaft hatten wir angeregt, der Antrag wurde 2021 im Gemeinderat mehrheitlich abgelehnt. Wir wollen das Thema weiterentwickeln und erneut sachlich zur Diskussion stellen.
Sicherheit
Auf unseren Vorschlag hin haben sich Gemeinderat und Feuerwehr mit den Folgen eines langanhaltenden großflächigen Stromausfalls (Blackout) für die Gemeinde beschäftigt und ein Vorsorgekonzept entwickelt. Ein Blackout kann durch Hackerangriffe, eine Gasmangellage, durch menschliches oder technisches Versagen, Unwetter oder Terroranschläge entstehen.
Mehr Informationen: Blackout-Flyer_krisenfit.pdf oder: https://www.stromausfall-wm-sog.de/private-vorsorge/
Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden
Die Zusammenarbeit und Abstimmung mit anderen Gemeinden, insbesondere innerhalb der VG-Windach halten wir für wichtig. Wir haben uns daher in regelmäßigen Treffen mit den vier Gemeinderäten der Umweltfreundlichen Bürger Eresing und den vier Gemeinderäten der Wählergruppe Bilo/Windach ausgetauscht. Ein weiterer Finninger Gemeinderat war auch dabei. In diesem Zusammenhang entstand zum Beispiel die Idee, einen Landschaftsplaner für die Gemeinden der VG Windach zu bekommen oder die Effizienz der Verwaltung durch eine Organisationsberatung überprüfen zu lassen. Beide Ideen wurden umgesetzt.